Religionskrieg gegen Komplementärmedizin
by Die Friedenstaube on 2026-07-29 10:00
Autor: Thomas Mayer.
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Die Deformation der Parteiendemokratie – Lügen ohne Ende
Die beschriebene Wirksamkeit und die großen Vorteile der Komplementärmedizin ist den Politikern der Regierungsparteien natürlich bekannt. All diese Informationen sind öffentlich zugänglich und wurden von den verschiedenen Fachverbänden den Politikern oftmals zugetragen. Doch Vertreter der CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke tun immer so, als ob sie davon nichts gehört haben. Stattdessen wiederholen sie laufend die Phrase der nicht nachgewiesenen Wirksamkeit der Komplementärmedizin.
Wie ist das zu erklären? Es ist schwer sich vorzustellen, dass diese Politiker zu dumm sind, einfache Informationen zu verstehen. Vermutlich geht es um seelische Deformation. Diese Politiker wissen, dass es falsch ist, aber sie lügen und schämen sich nicht einmal dafür. Eine solche seelische Deformation wird durch das System der bestehenden Parteiendemokratie bewirkt. In diesem System geht es um Machtkalkül, Privilegien und Fraktionszwänge, nicht um Wahrheit oder das Wohl der Bürger. Wie das in der Praxis funktioniert, kann zum Beispiel im Buch „Inside Bundestag“ von Joana Cotar, die acht Jahre Bundestagsabgeordnete war, nachgelesen werden. (13` ) Sie sagte in einem Interview: „Der Berliner Elfenbeinturm ist viel höher als gedacht. Und obwohl mir schon vor meinem Einzug durchaus bewusst war, dass die Mehrheit der Politiker den Bezug zu den Bürgern verloren hat und dass es ihnen vor allem um den eigenen Machterhalt geht, traf mich die Realität brutal.“ (14*)* In ihrem Buch schreibt sie: „Um dabei zu bleiben, muss man sich anpassen, gehorchen und folgen – da gehen die Ideale schnell verloren und das Gewissen gleich mit.“ Es geht dann nur noch darum, wiedergewählt zu werden durch Intrigen, innerparteiliche Schlammschlachten und durch Konformismus. Richtschnur ist nicht die Wahrheit, sondern ob etwas der eigenen Karriere dient.
Wenn die Fraktionsleitung sagt, dass Komplementärmedizin ausgetrocknet werden soll, schadet es einem, sich dagegen zu stellen. Wenn die Pharmaindustrie Regierung, Bundestag, Medien und Universitäten weitgehend durchdrungen haben und hier den Ton angeben, schadet es einem, sich dagegen zu stellen. Dann wiederholt man lieber die vorgegebenen Phrasen.
Politiker sind umringt von unzähligen Lobbyisten. Die Pharmaindustrie gibt nach Schätzungen allein in der EU jährlich 91 Millionen Euro für Lobbyarbeit aus. (15` )* Dieses Geld ist für die Pharmaindustrie gut investiert, denn ihnen fließen durch staatliche Beschlüsse sichere und reichliche Einnahmen zu.
Geld ist genug da
Es geht um die Streichung von Krankenkassenleistungen von etwa 50 Millionen Euro. Damit gehen nicht nur Leistungen für die Patienten verloren, sondern Therapeuten, Ärzte, Kliniken und Pharmazeuten sind in ihrer Existenz bedroht. Es sei nicht genug Geld da, heißt es.
Das ist Hohn und Spott. Um es in Relation zu bringen: Die Pharmaindustrie gibt allein für Lobbyismus in Brüssel 90 Millionen Euro aus. Die deutschen Parteien erhalten jedes Jahr etwa 250 Millionen Euro Parteienfinanzierung. Die Erweiterung des Bundeskanzleramtes in Berlin kostete bislang ca. 800 Millionen Euro. Der Betrieb des Bundestages kostet jährlich etwa eine Milliarde Euro. Damit die ukrainische Regierung Krieg gegen die in Volksabstimmungen zu Russland übergetretenen ehemaligen ukrainischen Regionen führen kann, bekam sie 2026 von den EU-Ländern 90 Milliarden Euro zugesprochen. Das Bundesministerium für Gesundheit bestellte ab 2020 vier Milliarden Schutzmasken, die nicht verwendet wurden. Diese kosteten etwa vier Milliarden Euro, für die Entsorgung in Müllverbrennungsanlagen wurden nochmal acht Millionen Euro ausgegeben, so der Bundesrechnungshof. (16` )* Vier Milliarden sind 80 mal 50 Millionen. Damit hätte also die Komplementärmedizin 80 Jahre lang im bestehenden Umfange finanziert werden können. In dieser Art könnte man seitenlang weitere Beispiele aufschreiben.
Es fehlt nicht an Geld, sondern es geht um Bösartigkeit gegenüber Menschen, die selbstverantwortlich mit ihrer Gesundheit umgehen wollen. Diese sollen zwar für die Krankenkassen bezahlen, aber nicht das erhalten, was sie benötigen. Es geht um eine Diskriminierung ganzheitlich denkender Menschen.
Parteienoligarchie in den Diensten der Pharmakonzerne
Demokratie heißt „Herrschaft des Volkes“. Das einzige Land in Europa, das sich zu Recht als Demokratie bezeichnen kann, ist die Schweiz. Nur in der Schweiz kann das Volk in Volksentscheiden direkt entscheiden. Es findet tatsächlich „Herrschaft des Volkes“ statt. In den Gemeinden, Kantonen und im Bund können die Bürgerinnen und Bürger durch Unterschriftensammlungen Volksentscheide einleiten. Alle drei Monate werden dem Volk mehrere Themen zur Entscheidung vorgelegt.
Dagegen werden Gesetze in Deutschland und in der EU ausschließlich von den regierenden Parteien beschlossen. Das Volk hat überhaupt nichts zu sagen. Von „Herrschaft des Volkes“ keine Spur. Man kann als Bürger lediglich protestieren, hat dabei als Bittsteller jedoch sehr ungleiche Möglichkeiten. Die regierenden Politiker brauchen nur zu einer Sitzung gehen und die Hand heben, während die Bürger sehr viel Zeit, Kraft und Geld aufwenden müssen, um einen sichtbaren öffentlichen Protest zu erzeugen. Wenn ein Protest so groß wird, dass die regierenden Parteien Sorge haben, dass es sich auf das Ergebnis der nächsten Wahl auswirkt, reagieren sie vielleicht. Meistens warten sie dann aber mit dem Vorhaben nur einige Zeit, um zu sehen, ob es beim nächsten Versuch nochmal eine so große öffentliche Aufregung gibt. Wenn nicht, dann wird es beschlossen. Die Arroganz der Macht ist integraler Bestandteil der Parteienoligarchie. Genau das erleben wir an dem geplanten Verbot der Krankenkassenleistungen. Diese schwächt die Komplementärmedizin und räumt einen Konkurrenten der Pharmaindustrie aus dem Weg. 2024 hatte es Lauterbach versucht, der Protest war aber zu groß. Also zwei Jahre warten, ein neuer Anlauf und durch die Fußball-WM ist die öffentliche Aufmerksamkeit absorbiert. So funktioniert Parteienoligarchie.
Anders lief es in der Schweiz. In der Schweiz sammelte 2005 die Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» rund 140.000 Unterschriften. Die gesetzlichen Krankenkassen sollten die anthroposophische Medizin, traditionelle chinesische Medizin [TCM], Homöopathie, Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und Neuraltherapie weiterhin finanzieren. Zur Volksabstimmung kam dann ein Vorschlag des Berner Parlamentes mit dem die Volksinitiative zufrieden war und deshalb zurückgezogen wurde. Am 17. Mai 2009 stimmten 67 Prozent der Abstimmenden dafür, dass Art. 118a in die Schweizer Bundesverfassung aufgenommen wird: „Komplementärmedizin: Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin.“
Dadurch wurde die Finanzierung der Komplementärmedizin durch die gesetzlichen Krankenkassen in der Schweiz gesetzlich gesichert. Die Berner Regierung stellt fest: (17` )* „Pro Jahr beziehen rund ein Drittel der Schweizer Bevölkerung Leistungen der ärztlichen Komplementärmedizin. Die Kosten dafür betragen jährlich rund 18 Millionen Franken. Gemessen an den Gesamtkosten der obligatorischen Krankenversicherung – 2024 waren es rund 42.2 Milliarden – ist der Anteil der Komplementärmedizin marginal (rund 0,04 Prozent).“ Man sieht: Komplementärmedizin ist sehr beliebt und sehr billig.
Die Krankenkassen übernehmen nur Leistungen von Ärzten. Für die Leistungen von nicht-ärztlichen Therapeuten und Naturheilpraktikern gibt es in der Schweiz eine Zusatzversicherung. Diese kostet je nach Ausgestaltung zwischen CHF 20 und CHF 60 pro Monat. In einer Studie des Erfahrungs-Medizinischen Register (EMR)**** gaben 61 Prozent der Befragten an, eine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen zu haben. (18` )* „Die Mehrheit der Befragten nutzt Komplementärmedizin insbesondere bei Rücken- und Nackenschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Allergien. 88 Prozent sehen Komplementärmedizin als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin oder bevorzugen sie sogar. 87 Prozent beurteilen den Behandlungserfolg als mindestens genügend, ein Drittel sogar als sehr erfolgreich. Dabei berichten viele auch von weitergehenden Effekten wie einer gesteigerten Gesundheitswahrnehmung, besserem Umgang mit Beschwerden oder einer allgemein bewussteren Lebensweise.“
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Es geht nicht um Vernunft, sondern um einen fanatischen Religionskrieg
Wir haben gesehen: Komplementärmedizin wird von einer Mehrheit der Bevölkerung positiv gesehen, sie leistet einen wichtigen Betrag bei der Gesundung, ist preiswert, umweltschonend und ist bei richtiger Anwendung nebenwirkungsfrei. Warum nur wollen die Parteien – alle außer AfD und BSW – Komplementärmedizin einschränken? Das hört sich nach reinem Irrsinn an.
Verständlich wird das erst, wenn man das Ganze in einem größeren Rahmen ansieht. Es geht natürlich in erster Linie um die Interessen der Pharmakonzerne, die andere Gesundheitskonzepte und Konkurrenten bekämpfen. Es gibt aber noch eine größere Dimension dahinter, der fanatische Religionskrieg der Materialisten und Transhumanisten.
Die Homöopathie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vom deutschen Arzt Dr. Samuel Hahnemann entwickelt. Es ist eine wichtige Errungenschaft des Landes der Dichter und Denker. Doch die Homöopathie wurde zum Feindbild der Materialisten, da diese es nicht ertragen können, dass eine nicht mehr materiell vorhandene Substanz eine Wirkung haben kann. In der Homöopathie werden Substanzen in potenzierter Form eingesetzt. Bei diesem pharmazeutischen Verfahren wird eine Substanz wiederholt stufenweise verdünnt und verschüttelt. Der Verdünnungsgrad kann so stark sein, dass die Ausgangssubstanz chemisch-analytisch nicht mehr nachgewiesen werden kann. Durch die Potenzierung wird aber die Qualität, Struktur und die geistige Information der Substanz stärker wirksam. Diese Wirksamkeit nimmt sogar mit der Anzahl der Potenzierungen zu.
Das regt die Materialisten auf und trifft sie in ihrem Kern. Denn sie haben die Materie zu ihrem Gott gemacht und glauben daran – abergläubisch und oftmals fanatisch. Ich nehme hier bewusst den Begriff „Religion“, denn der Materialismus ist nichts anderes als eine Weltreligion, auch wenn er sich nicht als solche bezeichnet. Das Glaubensbekenntnis besteht unter anderem darin, dass es nur Materie gäbe, der Mensch nur aus Materie bestünde und auch das vielfältige Leben sowie das seelisch-geistige Erleben und das Bewusstsein nur biochemische Vorgänge seien. Die Materie sei das Einzige und alles Bestimmende. Was aber die Materie in Wirklichkeit ist und wie daraus Leben und Bewusstsein entstehen soll, bleibt unklar.
Materialisten reden oft von Wissenschaft. Wenn es aber wissenschaftliche Ergebnisse gibt, die nicht in ihren Glaubenskanon hineinpassen, werden diese ignoriert – wie die Ergebnisse zur Wirksamkeit der Homöopathie. Christian Morgenstern brachte diese Seelenart auf den Punkt: „Also schließt er messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Der Materialismus dominiert heute über die Parteien unsere Staaten. Diese sind nicht mehr neutral. Die Neutralität des Staates gehört eigentlich zu den Grundprinzipien moderner Demokratien. Doch tatsächlich sind unsere Staaten von den Wirtschafts-Interessen lobbystarken Pharmakonzerne durchsetzt und sie haben die Religion eines fanatischen transhumanistischen Materialismus zur Staatsreligion erkoren. In diese sollen sich alle einfügen. Das wird auch mit Gewalt durchgesetzt.
Dieser Religionskrieg kann natürlich nur stattfinden, weil wir Einheitsstaaten haben und keine gegliederten Gesellschaften. Gegenwärtig kann der Staat in alle Gebiete des Lebens eingreifen, wenn die Regierungsparteien und die dahinterstehenden Interessengruppen das wollen. Dieser Einheitsstaat ist eine schlimme gesellschaftliche Krankheit und hat immer die Tendenz in den Totalitarismus.
Richtiger und menschengemäßer ist es, die Kompetenzen des Staates auf das eigentliche Rechtsleben stark zu beschränken. Die Gesundheitspflege gehört nicht zum Rechtsleben. Gesundheitspflege ist die Aufgabe der Patienten, Ärzte, Therapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen. Per Gesetz sollten die Krankenkassen nur zu einer Grundversorgung verpflichtet werden und ansonsten weitgehende Freiheiten erhalten, um unterschiedliche Profile anzubieten, entsprechend der Bedürfnisse ihrer Mitglieder. Per Gesetz sollte nur geregelt werden, wie Krankenhäusern von Städten, Landkreisen und anderen Anbietern betrieben werden können. Per Gesetz sollte aber niemals die konkrete medizinische Behandlung bestimmt werden. Wir Menschen brauchen nicht von Politikern bevormundet und gegängelt werden. Das ist eine Entwürdigung.
Salamitaktik
Wir müssen aber damit rechnen, dass hier noch einiges auf uns zukommt. Denn das Verbot der Erstattung von Komplementärmedizin ist nur ein Baustein unter vielen Maßnahmen, die nach dem Prinzip der Salamitaktik umgesetzt werden.
In Frankreich durften die Krankenkassen ab 2021 nicht mehr für Homöopathie bezahlen. Im Februar 2024 beschloss das Pariser Parlament ein Gesetz, das eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vorsieht, wenn man von einer „wissenschaftlich befürworteten Behandlung einer Krankheit abrät und damit Menschen in Gefahr bringt“. Dieses Gesetz könnte dafür genutzt werden, um gegen Ärzte vorzugehen, die eine alternative Behandlung zum Beispiel mit Homöopathie empfehlen. Mit diesem Gesetz könnten auch Menschen eingesperrt werden, wenn sie von den umstrittenen mRNA-Impfstoffen abraten. (19` )*
In Deutschland gab es früher bei den Landes-Ärztekammern 3-jährige berufsbegleitende intensive Ausbildungen in Homöopathie. Die Ärzte konnten sich dann offiziell als Homöopath bezeichnen. Aber seit 2022 haben fast alle Landes-Ärztekammern diese Zusatzausbildungen gestrichen. Wenn junge Ärzte diesen Titel nicht mehr erwerben können, werden sie weniger Interesse daran entwickeln. Das kann auf Dauer ein Ende der ärztlichen Homöopathie bedeuten.
2026 soll nun die Finanzierung der Homöopathie verboten werden. Was kommt als nächstes? Zum Beispiel die Abschaffung des Berufsstandes der Heilpraktiker? Karl Lauterbach hat das auch schon als Ziel ausgesprochen.
Ein fanatischer Religionskrieg war in der Geschichte immer schrecklich. Es ist gut sich darauf innerlich vorzubereiten.
Ein Lichtblick: Anders ist es in Indien. Dort ist die Homöopathie sehr weit verbreitet, regulärer Bestandteil der staatlichen Gesundheitspolitik und integrierter Bestandteil der universitären Ärzteausbildung. Jährlich schließen in Indien etwa 12.000 Studierende ihre Ausbildung in der homöopathischen Medizin ab. (20` )*
Die Komplementärmedizin und die Naturheilkunde werden schwer angegriffen. Die Regierungsparteien wollen in Kürze den Krankenkassen verbieten Komplementärmedizin zu bezahlen. Die Patientenvereinigung Gesundheit aktiv, der Kneipp-Bund und Natur und Medizin e.V. organisieren eine Kampagne, um das zu verhindern.
Ein Baustein ist die Unterschriftensammlung, die bis Ende Juni
2026 läuft:
Anmerkungen:
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